Zink als Antioxidans

Zink ist ein für unseren Körper lebensnotwendiges Spurenelement. Neben vielen anderen wichtigen Funktionen wirkt Zink auch als Antioxidans. Diese antioxidative Fähigkeit wurde bereits vor mehreren Jahrzehnten erkannt. Zink kann z. B. oxidative zelluläre Schäden nach einer Ischämie (Gewebe Unterversorgung mit Blut) verringern. Das sind Fähigkeiten, die einem typischen herkömmlichen Antioxidanz fehlen, denn in der Regel können Antioxidantien nicht reparieren.

Was ist ein Antioxidans?

Bei der Entdeckung von Antioxidantien wurde ein Antioxidans als Stoff beschrieben, der die Reaktion eines anderen Stoffes mit zweifachem Sauerstoff stört. Es ist also das Gegenteil von Oxidation, denn bei der Oxidation reagiert eine Substanz mit Di-Sauerstoff, chemisch O2. Ein ganz einfaches Beispiel für die antioxidative Wirkung von Zink ist das sogenannte Verzinken. Durch Beschichten von Eisen oder Stahl mit Zink lässt sich Luftoxidation und somit Bildung von Rost verzögern. Den Platz, den Antioxidantien im Körper einnehmen, ist der eines Radikalfängers. D.h. das Antioxidanz verbindet sich mit sogenannten freien Radikalen. Freie Radikale werden auch als oxidativer Stress bezeichnet und sind Abfallstoffe des Körpers oder Stoffe, die durch schädliche Umwelteinflüsse im Körper entstehen. Das Antioxidans verbindet sich mit diesen Stoffen und macht sie dadurch unschädlich, sorgt also für das Ausscheiden der schädlichen Stoffe aus dem Körper. Daher werden Antioxidantien als besonders gesund und gesundheitsfördernd sowie hilfreich gegen Alterung angesehen.

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Gefahr der freien Radikale

Die Hauptgefahr, die von freien Radikalen, also von instabilen, sauerstoffhaltigen Molekülen ausgeht, ist ihr aggressives Verhalten gegenüber anderen, intakten Molekülen. Dies können z. B. Moleküle einer Zellmembran oder diverser Proteine sein. Denen entreißen sie ein Elektron, das ihnen fehlt. Dem betroffenen Molekül fehlt nun selbst ein Elektron, es wird ebenfalls zum freien Radikal und entfacht so eine gefährliche Kettenreaktion. Diese sogenannten Oxidationen belasten rasch den Körper, es entsteht der oxidative Stress. Letztlich entstehen dadurch in unserem Körper massive Schäden, die sich in diversen Krankheiten wie z. B. Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen äußern. Schwerste Erkrankungen wie Schlaganfall oder Krebs sind Folge solcher andauernden und aggressiven Attacken von freien Radikalen auf unsere Zellen.

Zink als Antioxidans

Spurenelemente wie Zink agieren überwiegend als Bestandteil von Enzymen. Bei Zink ist da beispielsweise das antioxidativ wirkende Enzym Superoxid Dismutase zu nennen. Damit lässt sich oxidativer Stress vermeiden. Der Mechanismus von Antioxidantien lässt sich in akute und chronische Wirkungen einteilen. Aktiv ist z. B. die Verringerung der Bildung von OH (Hydroxidion) aus dem gegen Bakterien, Pilze und Viren wirkenden H2O2 (Wasserstoffperoxid). Da viele sichere, biochemische Effekte noch nicht genau zu erklären sind, befassen sich Studien weltweit mit Antioxidantien, unter anderem mit diesbezüglicher Wirkung des Spurenelements Zink. Ein interessanter Aspekt hinsichtlich der Wirkung von Zink als Antioxidans sind die in den Zellen befindlichen Metallothioneine (MT). Das sind Proteine (Eiweißstoffe) mit Cysteingruppen, die viele Zink Ionen binden können. Diese MT neutralisieren reaktive Sauerstoff Radikale. Wieder ist Zink bei der Beseitigung bzw. Reduzierung von freien Radikalen beteiligt. Außerdem kann Zink die MT-Synthese anregen, also die Bildung von MT in der Zelle.

Bei Studien mit Zinkmangel zeigte sich, dass bei chronischem Zinkentzug die Anfälligkeit für oxidative Schäden und oxidativen Stress gegenüber einem normalen Zinkspiegel signifikant steigt. Der langfristige Zinkmangel macht einen Organismus anfälliger für Verletzungen und oxidative Schädigungen wie Hautalterung. Laut Studie wird bei einem bewusst verursachten Zinkmangel eine erhöhte Produktion freier Radikale verzeichnet und damit eine größere Schädigung der Zellen im Körper. Deshalb ist ausreichende Zinkzufuhr sehr wichtig.

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Studie / Quelle:

J Nutr. 2000 May;130(5S Suppl):1447S-54S. doi: 10.1093/jn/130.5.1447S: The antioxidant properties of zinc. Powell SR https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10801958