Zink und Allergien

Kennen Sie auch die unangenehmen Symptome einer Allergie? Entzündungen mit Rötungen, Juckreiz und Schwellungen wie z. B. bei Heuschnupfen gehören dazu. Eine Allergie ist eine gegen Allergene gerichtete, überschießende Abwehrreaktion unseres Immunsystems. Häufige Allergene sind Pollen, Hausstaub und Tierhaare, aber auch Schimmelpilze und Kosmetika können Allergiepotential haben. Histamin, ein körpereigenes Hormon, wird bei Auftreten einer Allergie vermehrt ausgeschüttet. Mittel gegen Allergien – sogenannte Antihistaminika – gibt es eine ganze Anzahl, leider meist mit Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Kopfschmerzen oder Schleimhautreizungen. Eine Alternative zu solchen Mitteln, die ermüden oder die Schleimhäute austrocknen, ist Zink.

Nehmen Sie Zink bereits vor Auftreten der Allergien ein

Zink ist ein lebensnotwendiges Spurenelement, das unter anderem unser Immunsystem positiv beeinflusst. Es verhindert beispielsweise, dass der Körper Botenstoffe wie Histamin, der sich bei Allergien im Übermaß bildet, in zu hoher Menge bildet. Asthma – was häufig mit Allergien in Verbindung gebracht wird – tritt häufiger bei Kindern von Müttern auf, die unter Zinkmangel leiden. Zinkmangel scheint also Allergien bei Erwachsenen und Kindern zu begünstigen. Fachleute unterscheiden verschiedene Allergie Arten. Es gibt Kontaktallergien (z. B. Metalle, Duft- und Konservierungsstoffe), Lebensmittelallergien (Ei, Getreide, Nüsse), Inhalationsallergien (Pollen, Schimmelpilzsporen), Insektengiftallergien (Biene, Wespe). Zink ist nicht unbedingt der Stoff, der einem beim Kampf gegen allergische Reaktionen einfällt, dazu gehören eher Nahrungsergänzungsmittel wie Calcium oder OPC-Traubenkernextrakt. Allerdings lassen sich tatsächlich mit Zink-Einnahme Allergien mindern oder gar vermeiden. Eine richtig dosierte Zinkzufuhr bleibt ohne Nebenwirkungen und eine über einen langen Zeitraum regelmäßig eingenommene Dosis mindert die Allergie-Symptome. Um keine Überdosierung zu riskieren, sollten Sie eine Nahrungsergänzung mit Zinkpräparaten vorher mit Ihrem Arzt absprechen. Außerdem wird es eine Zeit dauern, bis Sie als Allergiker den positiven Einfluss von Zink spüren, denn der Körper muss erst den Zink-Spiegel aufbauen. Von erst bei Auftreten der Allergie eingenommenen Zink-Gaben kann man nicht unbedingt sofortige Besserung erwarten.

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Zink unterstützt die normale Immunfunktion

Es gibt zahlreiche Untersuchungen, welche die Wichtigkeit eines ausreichend hohen Zinkspiegels für unsere Immunabwehr belegen. Unser durchschnittlicher Tagesbedarf an Zink liegt bei etwa 10 mg. Bei festgestelltem Zinkmangel, bei Allergikern, Älteren oder Schwangeren kann auch eine noch höhere Zufuhr an Zink nötig sein. Gute Zinklieferanten in der Nahrung sind z. B. Eier, Fleisch, Fisch, Getreide, Hülsenfrüchte oder Milchprodukte. Getreideprodukte können bis zu 5 mg pro 100g an Zink liefern, Kürbiskerne sogar bis zu 7 mg/100 mg. Da Allergiker gerade solche Nahrungsmittel teilweise meiden müssen, ist Zinkzufuhr in Form von Nahrungsergänzung empfehlenswert. Wichtig ist, dass Sie ihrem Körper regelmäßig so viel Zink liefern, dass Zinkwerte vorliegen, die bei Bedarf helfen können. Die durchschnittlichen Normwerte für Zink bei Erwachsenen lassen sich unterschiedlich ermitteln. Sie betragen im Blutserum 0,6 bis 1,2 mg/l, im Vollblut 4 bis 7,5 mg/l und im 24 Stunden Urin 0,15 bis 0,80 mg /24 h.

Studien beweisen, wie hilfreich Zink bei Allergien ist

Zinkmangel und allergische Reaktionen treten meist gemeinsam auf. Eigentlich sind regulatorische T-Zellen im Körper dafür zuständig, allergische Reaktionen bei Kontakt mit einem Allergen zu unterdrücken. Diese sogenannten Treg Zellen verhindern in der Regel eine Überreaktion des Immunsystems und unterdrücken damit die Allergieentstehung. Vor dem Hintergrund dieses normalen Ablaufs im menschlichen Körper wurde der Einfluss von Zink auf Allergenreaktionen untersucht. Das Allergen-induzierte Zellwachstum, die Treg-Zellzahl und die Zytokinexpression (Methode zur Erzeugung von Proteinen, die das Wachstum und die Differenzierung von Zellen regulieren) wurden in einer Studie der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule in Aachen verglichen. Die Reaktion auf Pollenallergene führt zu einer verstärkten Vermehrung von T-Zellen und zu erhöhten Zytokinfreisetzungen (Zytokine = Proteine, die das Wachstum von Zellen regulieren). In der Studie führten 50 mg Zinksulfat allein zu einer Zunahme von T-Helfer-Zellen bei den Probanden, was allgemein auf eine Zink-abhängige Wirkung auf das Wachstum der regulatorischen T-Zellen hindeutet. Als Studienergebnis lässt sich festhalten, dass die Anwendung von Zink und das Vorhandensein von Allergenen zu einer unterdrückten Vermehrung regulatorischer T-Zellen und zu einer T-Helfer 1 Zellen Zytokinproduktion führt. Daher könnte Zink in der Lage sein, allergische Reaktionen zu dämpfen, indem die Th-Zell-Antwort umgeschaltet und die Proliferation verringert wird. Darüber hinaus können die regulatorischen T-Zellen als therapeutisches Ziel für die Zink-Einnahme gelten, um die allergische Immunreaktion zu kurieren.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass Sie mit einer sinnvollen, vor allem zinkhaltigen und insgesamt ausgewogenen Ernährung viel Gutes tun. Wenn Sie, eventuell auch mit der Einnahme von hochwertiger Zink Nahrungsergänzung, genügend Zink zuführen, sind Sie auf der sicheren Seite.

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Studie:

Eur J Nutr. 2017 Mar;56(2):557-567. doi: 10.1007/s00394-015-1100-1. Epub 2015 Nov 20: Zinc enhances the number of regulatory T cells in allergen-stimulated cells from atopic subjects. Rosenkranz E, Hilgers RD, Uciechowski P, Petersen A, Plümäkers B, Rink L https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26589301